Literatur

Kyudo - dieses Wort stammt aus dem japanischen und bedeutet wörtlich übersetzt in etwa "Weg des Bogens" (Kyu = Bogen, Do = Weg; vgl. Anmerkung 1 unten) und steht heute für Japanisches Bogenschießen. Der Begriff Kyudo wurde wohl 1660 erstmals von Morikawa Kosan verwendet und beinhaltet nicht nur für die rein technischen, sondern auch der philosophischen Aspekte des Bogenschießens, darunter vor Allem Elemente des Zen-Buddhismus. Bis dahin - von manchen auch heute noch - wurde meist der Begriff Kyujutsu verwendet, der in etwa die Kriegstechnik des Bogenschießens bedeutet.

Kyudo ist eine alte, japanische Kampfkunst, die in der Gegenwart sowohl den Charakter eines Sportes (Wettkämpfe, Bundesliga) hat, als auch durch seine detalierte, ausführende Art und seine zerimoniellen Abläufe eine äußerst meditative wie anmutige Kampfkunst ist.

Zum Schießen wird ein Langbogen verwendet, der sich vom klassischen englischen Langbogen durch seine asymmetrisch geschwungene Form und seine enorme Länge von deutlich über 2 Metern unterscheidet. Diese Form des Bogens war in Japan zumindest ab dem 3. Jahrhundert bereits in Gebrauch. Näheres zu Bögen und Pfeilen ist z.B. in der Literatur Reflexbogen zu finden.

1)Auf japanisch wird der Bogen eigentlich eher Yumi genannt - Kyu ist die chinesische Aussprache und sollte nicht mit den Kyu-Graden ("Klassen") der Schüler verwechselt werden. In vielen zusammengesetzten Worten, wie z.B. Kyuko (Herstellung des Bogens) oder Kyuri (Theorie des Bogenschießens) wird es aber ebenfalls verwendet.


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