Literatur

Die Geschichte des Kyudo entspringt hauptsächlich der Feudal-Periode Japans zwischen 794 - 1603, aber zum Teil auch den früheren Anfängen des Bogenschießens.

Dieser Beginn entwickelte sich einerseits aus den zerimoniellen Ausübung des Shinto, andererseits aus der Methode zum Erlegen von Wild oder dem bewaffneten Kampf im Krieg. Die Mitglieder des Kriegerstandes (Samurai) waren den einfachen Fußsoldaten besonders dann überlegen, wenn sie zu Pferde waren, so dass mit dem Bogen bevorzugt vom Pferde aus geschossen wurde, aber natürlich auch vom Boden aus - nicht jeder Samurai konnte sich ein Pferd leisten.

Der Feudal-Periode entspringen die vielen Stilrichtungen bzw. Schulen (Ryu), die die Grundlagen des modernen, traditionelllen Bogenschießens in Japan sind. Beispielhaft dafür ist das Ogasawara Ryu, eine Schule für eine zerimonielle Art des Bogenschießens, die seit dem 13. Jahrhundert existiert.

Aus seinen Bewegungen sind vornehmlich die Bewegungen des Kyudo entsprungen. Ein weiteren großen Einfluss erhielt das traditionelle Bogenschießen in dieser Epoche aus der ZEN-Philosophie, die den meditativen Aspekt förderte und damit Kyudo nicht nur als Übung des Körpers ansah, sondern insbesondere als eine Schulung des Geistes.

Im Hinblick auf diese vergangenen Jahrhunderte entwickelte sich in der Frühgeschichte, 1603 - 1926, die noch bekannten Stile des Kyudo, welche sich in die heutige Zeit übertrugen.

In Deutschland wurde Kyudo erstmals durch Eugen Herrigel (1884-1955) und seinen Veröffentlichungen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, aber erst ab 1969 wurden in Deutschland Kyudo Dojos gegründet, maßgeblich getragen von Initiativen von Genschiro Inagaki (1911-1995). 1994 wurde schließlich der Deutsche Kyudo Bund (DKyuB) gegründet.

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